Für wen eignet sich der Ngorongoro-Krater?
Der Krater eignet sich besonders für Reisende, die sehr viele Tiere in kürzester Zeit sehen möchten. Es ist normal, dass jeder, der zum ersten Mal eine Safari in Tansania unternimmt, den Krater einmal sehen will; man sollte dies jedoch mit Bedacht tun, um das Ökosystem nicht zu stark zu belasten.
Erfahrene Safari-Reisende werden sich sich wahrscheinlich für weniger frequentierte Safari-Gebiete in Tansania, wie beispielsweise die Parks Nyerere oder Ruaha im Süden des Landes, entscheiden.
Quick Facts – Ngorongoro-Krater
- Lage: Norden Tansanias
- Kraterdurchmesser: ca. 20 km
- Fläche Kraterboden: ca. 259 km²
- Schutzgebiet gesamt: 8.292 km²
- UNESCO-Status: Weltnaturerbe
- Tierdichte: ganzjährig sehr hoch
- Safari-Dauer: meist 1 voller Tag
- Kombination: Serengeti · Tarangire · Lake Manyara
Häufige Tiersichtungen im Krater
- Löwe — sehr hoch
- Tüpfelhyäne — sehr hoch
- Afrikanischer Büffel — sehr hoch
- Gnu — sehr hoch
- Zebra — sehr hoch
- Thomson-Gazelle — sehr hoch
- Warzenschwein — sehr hoch
- Flamingos (je nach Wasserstand) — hoch
- Flusspferd — hoch
- Elefant — hoch
- Schakal — hoch
- Kuhantilope (Kongoni) — mittel
- Topi — mittel
- Eland — mittel
- Leopard — niedrig
- Gepard — niedrig
- Spitzmaulnashorn — niedrig
- Afrikanischer Wildhund — niedrig
Das Massifizierungsproblem im Ngorongoro-Krater – ist eine nachhaltige Safari dort überhaupt möglich?
Der weltberühmte Krater gilt als Touristenmagnet und wird häufig als „achtes Weltwunder“ bezeichnet. Trotz erhöhter Parkgebühren bleibt die Nachfrage hoch, was zu einem starken Besucheraufkommen führen kann.
Schätzungen zu Folge wird der Ngorongoro Krater insgesamt rund 600.000 bis 700.000 Besucher pro Jahr besucht.
Zwar haben die Parkbehörden versucht, die Anzahl der Jeeps zu limitieren, indem man die Gebühren kräftig erhöhte, doch dies hat keine Wirkung gezeigt. Der Park ist nach wie vor ein Magnet für Tausende von Besuchern jedes Jahr und dies auch zurecht, denn die Tierfülle des Kraters ist beträchtlich.
Dennoch sollte man im Auge behalten, dass es aufgrund der sehr kleinen Kraterfläche zu einem Jeep-Andrang bei den spannenden Tierarten (wie Löwen usw.) kommt. Nicht selten werden die Raubkatzen von einem Dutzend Jeeps umgeben.
Heisst das, dass wir bei Natouralist eine Safari im Ngorongoro Krater nicht empfehlen?
Wir sind eher gesagt gespalten, denn die Landschaft und der Tierreichtum im Krater sind atemberaubend und wir finden, dass jeder das einmal erleben sollte.
Wir empfehlen, sehr früh zum Kraterboden hinabfahren, die ausgewiesenen Picknick-Plätze zur Mittagszeit meiden und –ganz simpel- dort nicht anzuhalten, wo schon andere Fahrzeuge stehen.
Ein Aufenthalt in Camps nahe der Kraterzufahrt ermöglicht frühe Abfahrten und reduziert gleichzeitig die Aufenthaltsdauer in stark frequentierten Bereichen.
Zudem werden Programme so gestaltet, dass auch weniger besuchte Regionen der Ngorongoro Conservation Area einbezogen werden. Dadurch entsteht eine ausgewogenere Verteilung der Besucher und ein intensiveres Naturerlebnis.
Andere weniger frequentierte Gebiete im Ngorongoro-Hochland
Nördlich des Ngorongoro-Kraters bietet die Besteigung des Olmoti-Vulkans und die Wanderung zum Empakai-Krater beide nördlich des Ngorongoro-Kraters gelegen durch eine sehr ursprüngliche Landschaft weit ab jeglicher Zivilisation. Vom Rand des 600-Meter-tiefen Kratersees eröffnet sich eine wahrhaftig atemberaubende schöne Aussicht über die ferne Steppe und auf den zu Füßen liegenden Kraterboden, der von einem alkalischen See bedeckt ist.
Die Piste südwestlich der Ngorongoro-Einflugschneisse zum Dorf Endulen führt durch unberührtes Massai-Hochland weitab der touristischen Pfade. Die wenigen Touristen treffen kaum ein anderes Fahrzeug und werden mit einer fantastischen Landschaft belohnt. Hauptgrund eines Besuchs ist der ausgezeichnete Tagesausflug zum Gipfel des des Mount Makarots.
Beste Reisezeit für eine Safari in Ngorongoro-Krater
Tierbeobachtungen sind im Ngorongoro-Krater ganzjährig möglich. Dennoch lassen sich in der trockeneren Jahreszeit von Januar bis Februar und von Juni bis Oktober oft besonders gute Sichtungen aufgrund des kurzen Grasses erzielen.
Während der Regenzeit präsentiert sich die Landschaft üppig grün und bietet reizvolle Kontraste sowie gute Bedingungen für Vogelbeobachtungen. Allerdings ist die Gefahr, mit dem Auto im Schlamm stecken zu bleiben, größer.
Praktische Tipps für eine Safari in Ngorongoro-Krater
Es empfiehlt sich, sehr früh zum Kraterboden hinabzufahren, um den Hauptbesucherströmen zuvorzukommen. Zur Mittagszeit sollten stark frequentierte Picknickplätze gemieden werden.
Ebenso ist es sinnvoll, dort nicht anzuhalten, wo bereits viele Fahrzeuge stehen.
Wir empfehlen unseren Gästen, die Nacht vor dem Ngorongoro-Krater-Besuch in einem der Camps nah der Zufahrt am Kraterrand zu verbringen, damit man morgens als erster in die Caldera hineinfahren kann.
Wo im Ngorongoro-Krater übernachten
Überraschenderweise hat sich direkt am Kraterrand eine relativ geringe Anzahl von Unterkünften sehr verschiedener Kategorien angesiedelt. Die sündhaft teure Crater Lodge, an der südlichen Zufahrtsstraße gelegen, ist die Perle aller Lodges in der Umgebung, aber sehr kostspielig.
Angata Ngorongoro ist eine gute Wahl für ein komfortables Öko-Camp und ein verantwortungsbewusstes kleines Safari-Camp mit einem von Natur aus geringen ökologischen Fußabdruck. Bessere Optionen mit solideren Umweltpraktiken sind die Eco Luxury Camp von Lemala Ngorongoro und Sanctuary Ngorongoro. Eine ganz besondere Lodge der mittleren Preisklasse ist das Rhotia Valley in Karatu.
Warum auf Safari im Ngorongoro-Krater fahren?
Der Ngorongoro-Krater bietet eine der höchsten Wildtierdichten Afrikas auf kleinem Raum und ermöglicht intensive Tierbeobachtungen innerhalb eines einzigen Safaritages.
Beispiel-Route für den Ngorongoro-Krater mit Übernachtungen in Eco Comfort Camps
1 Tag Ankunft im Camp am Kraterrand, Wanderung im Hochland – Übernachtung im Angata Camp
2 Tag Frühabfahrt – ganztägige Safari im Krater – Übernachtung in Rhotia Valley
3 Tag Weiterfahrt Arusha
Beispiel-Route für den Ngorongoro-Krater mit Übernachtungen in Eco Luxury Camps (3 Tage)
1 Tag Ankunft im Camp am Kraterrand, Wanderung im Hochland – Übernachtung im Lemala Camp
2 Tag Frühabfahrt – ganztägige Safari im Krater – Übernachtung im Lemala Camp
3 Tag Weiterfahrt Arusha
Wer steckt hinter Natouralist
Natouralist plant maßgeschneiderte Safaris in Tansania und anderen Naturdestinationen. Dabei werden sorgfältig ausgewählte Camps und Lodges, erfahrene Guides und durchdachte Routen kombiniert, um intensive Naturerlebnisse mit kleinem ökologischen Fussabdruck zu ermöglichen.
Der Fokus liegt auf authentischen Begegnungen mit der Wildnis sowie auf verantwortungsbewusstem Reisen in sensiblen Ökosystemen.
Gleichzeitig versteht Natouralist die Safari als Katalysator für eine persönliche Transformation, die zur Entschleunigung beiträgt, eine tiefere Verbindung zu sich selbst und zur Natur ermöglicht und dazu führt, bewusster und präsenter zu leben.
FAQ Ngorongoro Safari
Was macht den Ngorongoro-Krater besonders?
Die Kombination aus spektakulärer Landschaft und ganzjährig hoher Wildtierdichte macht ihn zu einem der eindrucksvollsten Safari-Gebiete Afrikas.
Wie groß ist der Ngorongoro-Krater?
Der Krater hat einen Durchmesser von rund 20 Kilometern und eine Fläche von etwa 259 km².
Welche Tiere kann man sehen?
Löwen, Elefanten, Büffel, Spitzmaulnashörner, Hyänen, Flusspferde und zahlreiche Antilopenarten.
Wird der Krater stark besucht?
Ja, besonders bei beliebten Tierbeobachtungen kann es sehr hohen Fahrzeugdichten kommen (80 Autos oder mehr).
Wie viele Tage sollte man einplanen?
Meist reicht ein ganzer Safari-Tag.
Kann man im Ngorongoro wandern?
Ja, besonders im Hochland rund um Olmoti oder Empakai sind geführte Wanderungen möglich.
Womit kombiniert der Ngorongoro Krater am besten?
Er wird häufig mit Serengeti, Tarangire und Lake Manyara kombiniert.
Wann sollte man in den Krater fahren?
Möglichst früh am Morgen, um ruhige Tierbeobachtungen zu erleben.