Lüderitz

Luderitz und Namibia-Safaris mit Natouralist

Lüderitz

Im Süden Namibias, mitten in der Namibwüste gelegen, ist die vom Wind gepeitschte Küstenstadt Lüderitz ein historischer Außenposten der deutschen Kolonialzeit, das Tor zur berüchtigten Diamantenküste und mit der berühmten Geisterstadt Kolmanskop direkt vor der Haustür.

Die wunderschön erhaltenen pastellfarbenen Häuser und Jugendstilbauten bilden zusammen mit den deutschen Bäckereien, Cafés und hübschen Kirchen das Bild einer perfekten Kolonialenklave mit viel altmodischem Charme. Bekannt wurde die Stadt vor allem, als hier im Jahr 1908 Diamanten entdeckt wurden. Nach dem Ende des Diamantenrauschs geriet Lüderitz jedoch zunehmend in Vergessenheit.

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Alles über Lüderitz

Spuren des Diamantenrauschs sind in der berühmten Geisterstadt Kolmanskop noch heute deutlich sichtbar: Die mitten in der Wüste errichtete Diamantensiedlung, die nach dem Zusammenbruch der Diamantenindustrie aufgegeben wurde, ist inzwischen fast vollständig vom wandernden Sand der Namib verschluckt worden.

Empfehlenswert sind die geführten Touren, die morgens zweimal stattfinden und kostenlos angeboten werden. Die Stadt schließt um 13 Uhr. Mit einem Sonderpermit kann man Kolmanskop auch nachmittags besuchen. Zu dieser Zeit sind kaum andere Menschen dort, was insbesondere für Fotografen von großem Vorteil ist. Allerdings können Staub und Sandstürme das Erlebnis beeinträchtigen.

Von Lüderitz bis zur südafrikanischen Grenze erstreckt sich das Sperrgebiet – eine gewaltige Fläche von 26.000 km², die zahllose verlassene Überreste ehemaliger Siedlungen beherbergt, die während des Diamantenrauschs um die Jahrhundertwende entstanden.

Im Jahr 2009 wurde das gesamte Gebiet südlich des Oranje-Flusses bis hinauf nach Lüderitz und darüber hinaus zum Nationalpark erklärt. Ein Besuch des Sperrgebiets ist nur mit einer Sondergenehmigung möglich. Diese Permits können beispielsweise die Agenturen Lüderitz Safaris & Tours oder Ghost Town Tours organisieren. Alternativ empfehlen wir den Tagesausflug von Coastal Tours durch das Sperrgebiet bis nach Bogenfels.

Ansonsten lässt sich die Zeit in Lüderitz wunderbar mit einem Bootsausflug entlang der Halbinsel verbringen. In diesen Gewässern leben Kolonien von Kap-Pelzrobben, die bei Bootstouren häufig beobachtet werden können. Auch Delfine begleiten regelmäßig die Boote, und auf Halifax Island lebt eine kleine Kolonie Afrikanischer Pinguine.

Warum und wann solltst Du nach Lüderitz reisen
Warum

Faszinierende Küstenstreifen, verlassene Diamantensiedlungen, Wüsten-Einöde, Atlantik voller Meereswesen.

Wann

Februar bis November


Tiere in Lüderitz

Die Tatsache, dass der Mensch fast ein ganzes Jahrhundert lang nicht in das Sperrgebiet eingegriffen hat, hat zu einer bemerkenswerten Artenvielfalt geführt. Vor allem die Pflanzenwelt gedeiht hier prächtig, und es wurden mehr als tausend Arten identifiziert – fast ein Viertel der gesamten Artenvielfalt Namibias. Damit zählt das Sperrgebiet zu den 34 wichtigsten Biodiversitäts-Hotspots der Welt. Viele dieser Arten sind Sukkulenten, die die Wüste während der Regenzeit in ein farbenprächtiges Blütenmeer verwandeln.

Im gesamten Park wurden 215 Vogelarten nachgewiesen, von denen sich viele am südlichen Rand des Parks, in den Feuchtgebieten an der Mündung des Oranje-Flusses, versammeln. Darüber hinaus leben hier rund 80 Säugetierarten, darunter auch die seltene Braune Hyäne.

Auch die Küstengewässer beherbergen eine erstaunlich reiche Unterwasserwelt: Afrikanische Pinguine, Robben, eine endemische Delfinart sowie Austernfischer und Flamingos werden regelmäßig beobachtet.


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