Begegungen auf Augenhöhe mit den Ureinwohnern Borneos
Dayak ist ein Oberbegriff für die nicht-muslimischen Ureinwohner Borneos. Vor allem im indonesischen Borneo (Kalimantan) wird der Begriff für alle indigenen Völker des Inselinneren verwendet. Im malaysischen Borneo wird Dayak oft für Iban ersetzt.
Während malaisische und muslimische indonesische Bevölkerung die Küsten und Großstädte Borneos besidelt haben, bewohnen immer noch grob auf 2,2 Millionen Dayaks (also Ureinwohner) die Ufer der großen Flussader des Inselinnere.
Die ersten Missionäre, die aus Europa auf Borneo ankamen, fürchteten sich vor den kriegslusitgen Dayaks, die blutigen Kriege zwischen den Stämmen trieben mit die Kopfjagd als wichtiges Machtsysmbol pflegten.
Heute ist es mit der Kopfjagd natürlich schon längst vorbei. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts haben die Dayak sich dem Christentum bekehrt und ihre uralten animistischen Glauben aufgegeben.
Im Kaya Mentarang Nationalpark im tiefen Dschungel von Kalimantan leben schätzungsweise 20.000 Dayaks, viele davon noch ganz traditionell in Langhäusern.
Dennoch man darf sich nicht täuschen. Die heutigen Dayak sind moderne, sehr westlich orientierte Menschen, die nichts mehr mit dem Bild der tatöwierten und mit Federn beschmückten Kriegern von damals gemeinsam haben. Die meisten Jungendliche verlassen ihre isolierten Langhaussiedlungen, um in der Stadt zu studieren oder zu arbeiten, viele gehen auch einer Beschäftigung auf dem Land nach, meist in der Holzindustrie oder auf Ölpalmenplantagen.
Dennoch ist eine Begegnung mit diesen unglaublich freundlichen, aufgeschlossenen und neugierigen Menschen ein tiefprägendes Erlebnis auf einer Borneoreise.