Satpura-National Park

Lippenbärensafari im Satpura Nationalpark

Satpura-National Park

Satpura bedeutet „sieben Hügelketten“, und diese gebirgigen Erhebungen, von denen die höchsten eine Höhe von etwa 1.300 Metern erreichen, sind das letzte Überbleibsel einer gewaltigen Gebirgskette, die einst die Malabarküste südlich von Mumbai mit dem Himalaya verband. Aus diesem Grund ist hier auch das Riesen-Malabar-Eichhörnchen beheimatet – das größte Eichhörnchen des indischen Subkontinents. Es gilt zugleich als ikonischste Tierart Satpuras und als Wahrzeichen des Parks.

Der westliche Teil Satpuras, bekannt als das Churna-Gebiet, wurde erst vor relativ kurzer Zeit für den Tourismus geöffnet, nachdem mehrere Dörfer innerhalb der Parkgrenzen erfolgreich umgesiedelt worden waren. Dieser Bereich des Parks ist vergleichsweise flach und beherbergt eine bemerkenswerte Anzahl an Pflanzenfressern, deren Population sich derzeit stark erholt. Mit zunehmender Zahl der Beutetiere werden langfristig auch die natürlichen Raubtiere profitieren.

Insbesondere seit 2021/2022 entwickelt sich auch der östliche Teil des Parks rund um Bori zunehmend zu einem interessanten Gebiet für Tigersichtungen. Dort hat sich mittlerweile eine stabile Tigerpopulation etabliert, und regelmäßige Sichtungen werden immer häufiger gemeldet.

Der eigentliche Reiz Satpuras liegt für mich persönlich jedoch noch immer nicht in der Suche nach Tigern, sondern vielmehr in dem ungeheuer wilden und ursprünglichen Naturerlebnis, das man hier erlebt. Satpura zählt zu den ruhigsten und am wenigsten frequentierten Tigerreservaten Indiens und beeindruckt gleichzeitig mit einer außergewöhnlichen Artenvielfalt – von Lippenbären, Dholes, Rieseneichhörnchen und Leoparden bis hin zu Rohrkatzen und einer beeindruckenden Vogelwelt.

Gerade deshalb eignet sich Satpura besonders für Reisende, die echte Wildnis, vielseitige Safariaktivitäten abseits des Massentourismus und einen ruhigeren, entspannteren Parkbesuch suchen.

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Alles über Satpura-National Park

Aufgrund der Ebenheit des Geländes und der großen Anzahl an Beutetieren ist Churna der einzige Ort im gesamten Satpura-Gebiet, an dem Besucher einen Blick auf den Bengalischen Tiger erhaschen können – wenn auch ziemlich selten. Die Gesamtpopulation der Tiger in ganz Satpura wird auf etwa 70 Individuen geschätzt, von denen 16–17 allein in Churna leben.

Die relativ hohe Dichte an Tigern, gepaart mit der sehr geringen Besucherdichte, machen Churna zu einem gut gehüteten Geheimnis in der Safariindustrie.

Inzwischen entwickeln sich Churna und West-Satpura zu einem heimlichen Hotspot für Tigerbeobachtungen in Zentralindien, während West-Satpura die ruhige und entspannte Wildnis geblieben ist, die es immer war.

Der Park ist eine faszinierende Mischung aus welligem Gelände, hügeligen Hängen und felsigen Bergen, die alle vom ruhigen Denwa-Fluss umrahmt werden, dessen Wasserstand während des Monsuns stark ansteigt und während der Hitzewelle im März und April fast vollständig verschwindet.

Zu dieser Jahreszeit kann man mit dem Jeep bis zum Haupttor des Parks bei Madhei fahren. Eine Safari in Madhei ist im Vergleich zu den traditionellen Tigersafaris anderer tigerreicher Parks eine ausgesprochen ruhige Erfahrung, da hier Tiger nicht wie verrückt verfolgt werden.

Geht jedoch nicht davon aus, dass Ihr überall Wildtiere sehen werdet. Vielmehr handelt es sich um ein intensives Naturerlebnis mit Picknick-Frühstücken in felsiger Landschaft, stundenlangen Fahrten bergauf und bergab sowie gelegentlichen Tierbeobachtungen. Leoparden und Lippenbären sind die Spezialität Satpuras, und die Chancen, sie zu sehen, sind relativ hoch. Ansonsten gehören Gaurs (indische Bisons), beeindruckende Languren-Truppen und der allgegenwärtige Axishirsch zu den am häufigsten beobachteten Tieren des Parks.

Mit etwas Glück könnt Ihr auch einen Blick auf ein Rudel Indischer Wildhunde erhaschen.

Ein wichtiger Bestandteil jeder Safari in Satpura sind die Bootssafaris, die während der Wintersaison von November bis Februar auf dem ruhigen Denwa-Fluss durchgeführt werden. Ab März, wenn der Wasserstand sinkt, werden stattdessen Kajakfahrten angeboten.

An Bord eines motorisierten Bootes kann man die reiche Vogelwelt des Parks bestaunen und mit etwas Glück Krokodile beobachten. Zahlreiche Reiher, Kraniche, Falken, Fischadler und sogar Wanderfalken lassen sich hier entdecken. Auf Wanderungen durch das Kerngebiet werden Tierbeobachtungen zwar schwieriger, aber keineswegs unmöglich. Ein Lippenbär zu Fuß kann Euch buchstäblich den Boden unter den Füßen wegziehen!

Die Reni Pani Jungle Lodge ist übrigens einfach sensationell und zählt zweifellos zu den besten Lodges ganz Indiens.

Warum und wann solltst Du nach Satpura-National Park reisen
Warum

Baloo-Fans aufgepasst, die höchsten Chancen auf eine Begegnung mit dem süß aussehenen Lippenbären gibt es hier. Manchmal sogar zu Fuß!

Wann

November-Mai


Tiere in Satpura-National Park

Satpura ist ein atemberaubend schöner Wald in Zentralindien, der vielfältige und abwechslungsreiche Erlebnisse abseits der ausgetretenen Pfade bietet.

Die Hauptattraktion des Parks sind die zahlreichen Lippenbären, die sich besonders gut nachts aufspüren lassen. Durch das weitgehende Fehlen der Bengalischen Tiger haben Leoparden bessere Chancen, sich vor der Kamera zu zeigen, da sie ihre großen Cousins nicht fürchten müssen.

Hirsche, Wildhunde, Gaure und Affen ergänzen das Bild.

Der Park kann mit dem Jeep, dem Fahrrad, dem Kanu, dem Boot und sogar zu Fuß erkundet werden, wobei die eigentlichen Tierbeobachtungen meist vom Jeep aus stattfinden.


Wie ist das Wetter in Satpura-National Park in...



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