Eine Reise in das Kongobecken, den nach Amazonien zweitgrößten Urwald der Erde, ist ein Urlaub für den erfahrenen Afrikakenner, der nach der Suche etwas ganz Besonders ist.
Knapp die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten der Erde leben hier. In Dzanga-Sangha-Nationalpark in der Zentralafrikanischen Republik findet man seltene Tiere wie Flachlandgorillas, Schimpansen und Bongo-Antilopen. Der Park ist berühmt für seine hohe Konzentrationen von Waldelefanten, die an einer Waldlichtung bei der Einnahme von Mineralien beobachtet werden können. In der Republik Kongo, auf der anderen Seite der Grenze, lebt im berühmten Noubale Ndoki Nationalpark in einer bisher als einmalig beschriebenen Dichte von weniger bekannten Tieren: Leoparden, Otter, Waldantilope, Mangusten, Ginster- und Zibetkatzen, verschiedene Schuppentiere, Riesenwaldschweine, Flusspferde und Flussschweine teilen ihren Lebensraum mit Leoparden, Waldelefanten, Waldbüffel, Gorillas und Bongos.
Das ganz große Highlight beider Naturschutzgebiete ist die Möglichkeit, ein Gorillatrekking im Regenwald von Kongo zu an Menschen angewöhnte Flachlandgorillas zu unternehmen: Ein Gänsehaut erregendes Erlebnis von dem nur ganz wenige Menschen wissen -im Gegenteil zu den vielen, die das bekanntere Gorillatrekking zu den Berggorillas in Ruanda/Uganda unternommen haben-.
Die kontinuierliche Präsenz von ausländischen Gästen sichert Waldelefanten und Flachlandgorillas einen Zukunft. Ohne Sie würde garantiert ausschließlich Chaos und Ausrottung über diesen von Gott vergessenen Teil der Welt herrschen.
Das legendäre Kongobecken wirkt wie ein Magnet für Abenteuerlustige, die dem urdurchdringlichen Herzen Afrikas seine Geheimnisse entlocken möchten. Es ist wahr: Die Anreise ist sehr mühsam, die politische Situation unsicher, die involvierten Kosten hoch. Trotz allem -oder vielleicht deswegen- gehört eine Expedition ins Innere des Kongobeckens zu einer der faszinierendsten Abenteuern, die man in seinem Leben erleben kann.
Ankunft in Bangui
Ankunft in Bangui. Empfang durch unseren Transferservice vor Ort und Übernachtung mit Frühstück in einem Stadthotel. (-/-/-)
Flug nach Bayanga
Flug nach Bayanga, Sitz des Dzanga-Sangha-Nationalparks. Der ehemalige Fischerort hat sich seit den letzten 30 Jahren um ein Sägewerk entwickelt. Neben alteingesessenen Fischern und Pygmäen dominieren heute Arbeitsmigranten aus anderen Landesteilen das Dorfleben. Hier steht an einer einsamen Stelle am Fluss die Doli Lodge,
Die nächste fünf Tage stehen zur ausgiebigen Erkundung des Dzanga-Sangha Nationalparks zur Verfügung.
Bei Morgendämmerung brecht Ihr zu einem stündigen Fußmarsch auf Elefantenpfaden durch den Wald auf, der Sie zur Dzanga-Bai führt, eine Waldlichtung, die auch Laien das Beobachten der in der Regel nur Forschern vorbehaltenen scheuen Waldelefanten ermöglicht.
Morgens, wenn die Graupapageien kreischend auf die Dzanga-Bai einfliegen, um an mineralhaltigen Gräsern zu knabbern, beherrschen die ersten Elefanten schon die Szene. Von einer Aussichtsplattform aus kann man oft mehr als 50 und manchmal bis zu 100 Waldelefanten gleichzeitig bei der Aufnahme von Mineralboden beobachten.
Höhepunkt der Reise stellt jedoch das Gorillatrekking dar. Während einer 2-3 anstrengenden Fußmarsch im Regenwald in Begleitung von Ba’Aka Pygmäen folgt Ihr den Spuren dieser wunderbaren Wesen. Die Wahrscheinlichkeit diese anzutreffen liegt bei 90 %!
Wir schließen in den Preis auch ein Mangabenaffentrekking ein. Die seit 2004 an Menschen gewöhnte Gruppe zählt bis zu 50 lebhaften Tieren, die über Stunden im Wald bei der Futtersuche und beim Umgang miteinander beobachtet werden können. Das Besondere an den Hauben-Mangaben ist, dass diese Affen auch am Boden sehr aktiv sind, so dass wir sie leichter sehen und verfolgen können als andere Affen, die sich vorzugsweise in den Baumwipfeln aufhalten.
Zum Aktivitätsprogramm der Doli Lodge darf das Kennen lernen der faszinierenden Kultur und Lebensart langansässigen einheimischen BaAka Pygmäen nicht fehlen. Man muss wissen, dass die BaAka in Zentralafrika erst seit etwa 20 Jahren den Status als „Staatsangehörige“ genießen. Vorher wurden diese Menschen bestenfalls als „Sklaven” angesehen. Niemand hatte das Volk der BaAka wirklich anerkannt. Und auch heute sind ihre Kultur und ihre Existenz mindestens so gefährdet wie die der Gorillas. Nicht nur, weil ihr Wald zerstört wird. Sondern auch, weil sie zunehmend in Kontakt mit den negativen Erscheinungen unserer Zivilisation kommen. Die Kultur der BaAka, die über Jahrtausende bewahrt worden ist, findet ihren Ausdruck hauptsächlich in der Musik und im Tanz. Jeder Sänger und Trommler folgt seinem eigenen Rhythmus, und es entsteht eine Harmonie, die so kaum noch einmal auf der Welt zu finden ist.
Ein besonderes Erlebnis verspricht die Beobachtung der Netzjagd. Die Familien beraten sich erstmal untereinander, um zu entscheiden, wo und wie gejagt wird. Singend gehen dann große Gruppen von Frauen und Männern mit ihren langen selbstgeflochtenen Netzen aus Lianenrinde in den Wald.
6 Übernachtungen mit Vollpension in der Doli Lodge. (F/M/A)
Ouesso
Ihr fahrt mit dem Boot auf den Sangha-Fluß in Richtung Kongogrenze. Weiterfahrt in ca. 4 Stunden nach Ouesso, wo Ihr in einem einfachen Stadthotel übernachtet. (F/-/-)
Odzala Nationalpark
Transfer nach Odzala Kokoua Nationalpark. Der Nationalpark von Odzala-Kokoua bietet dem gewagten Besucher ein noch unberührtes Stück purer afrikanischen Wildnis, ein naturintensives Erlebnis, das aufgrund der sehr niedrigen Besucherzahlen und der Abgeschiedenheit des Parks noch unverfälschter wirkt. Der riesige Nationalpark bietet einen letzten Zufluchtsort für die größten Populationen von Waldelefanten und Flachlandgorillas im Westen des afrikanischen Kontinents und steht somit ganz oben auf der Liste der spektakulärsten Destinationen für Tierbeobachtung weltweit.
Seit 1992 engagiert sich das von der EU eingeführte Naturschutzprogramm ECOFAC für den Artenerhalt im Park und für die Bekämpfung des Waldes größte Bedrohung: Die Wilderei.
Während eines Besuchs im Odzala-Kokoua wandert man auf Elefantenpfaden und Gorillawegen zu den verschiedenen im Wald versteckten Lichtungen oder Bais, wie sie vor Ort genannt werden. Diese Waldlichtungen sind bevorzugte Plätze für Nahrungssuche für westliche Flachlandgorillas und vielerlei andere Säugetiere.
6 Übernachtungen im Camp Imbalanga. (F/M/A)
Oyo
Heute verabschieden wir uns von Odzala und fahren nach Oyo, wo wir die lange Reise unterbrechen, um dort zu übernachten. Unterkunft in einem einfachen Gästezimmer. (F/-/-)
Zurück in die Zivilisation
Heute fahrt Ihr nach Brazzaville. Übernachtung im Stadthotel. (F/-/-)
A bien tot, Africa!
Flughafentransfer und Rückflug. Wenn noch Zeit da ist, steht der heutiger Tag steht zur Erkundung der Landeshauptstadt zur Verfügung frei, in der sich Gelegenheit bieten wird, viel über die Geschichte und Gegenwart dieses in viele Hinsichten faszinierenden Landes zu lernen. Sicher werdet Ihr von der authentischen Gastfreundlichkeit der Kongolesen überrascht. Abends Flug nach Europa. (F/-/-)
Doli Lodge
Doli Lodge
Camp Imbalanga
Camp Imbalanga